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Am 14. Mai 1948 wurde der  Staat Israel gemäß dem UN-Teilungsplan von 1947 ausgerufen. Unter einem Porträt des Begründers der zionistischen Bewegung, Theodor  Herzl, verlas David Ben Gurion die Unabhängigkeitserklärung. Die Errichtung des Staates Israel erfolge demnach kraft des “natürlichen und historischen Rechts des jüdischen Volkes und aufgrund des  Beschlusses der UNO-Vollversammlung”.

Noch in der Gründungsnacht erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg. Es folgte  der Israelische Unabhängigkeitskrieg (1.  Arabischer-Israelischer-Krieg), der von Mai 1948 bis Juli 1949 dauerte  und der Israel gegenüber dem Teilungsplan erhebliche Gebietsgewinne - vor allem im westlichen Galiläa um Akko und im  nördlichen Negev - brachte. 1949 wurde mit den arabischen Angreifern  jeweils ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet.

Israel ist heute ein moderner  Industriestaat in einer geographisch und klimatisch abwechslungsreichen  Region. So gibt es schneebehangene Berge im Norden neben der trockenen  Wildnis im Süden, verlassene Gebiete neben modernen und lebendigen  Städten.  Israel   ist   nicht   nur   ein   reiches   und   faszinierendes    ethnisches

und religiöses Mosaik, sondern  besitzt auch zahlreiche Kultureinrichtungen und Unterhaltungszentren.  Dank seiner reichen Geschichte und der Tatsache, dass es als Heiliges  Land für die drei monotheistischen Religionen gilt, besitzt Israel auch  zahlreiche antike und heilige Stätten. Das Klima ist fast das ganze Jahr über angenehm, so dass das Land auch das ganze Jahr über bereist werden kann. Es empfiehlt sich jedoch, im Frühjahr oder im Herbst (April - Juni, September - November) zu kommen, da in diesen Jahreszeiten das Wetter  besonders freundlich ist.

Die Wirtschaft des Staates ist eine Erfolgsgeschichte. Obwohl es kaum Bodenschätze vorweisen kann  und trotz der Kriege und Einwanderungswellen die es ungemein belastet  haben, gehört Israel doch zu einem der wirtschaftlich erfolgreichsten  Ländern der Welt. Zu diesem wirtschaftlichen Erfolg haben u.a. sowohl  die Hilfe von außen, bis heute ca. 100 Milliarden Dollar, wie auch seine gut ausgebildeten Arbeitskräfte beigetragen. Seit der Staatsgründung  ist Israels Exporthandel von rund 30 Millionen Dollar auf über 30  Milliarden Dollar jährlich gestiegen. Während dieser Zeit hat Israels  Wirtschaft viele Veränderungen erfahren: Zu Anfang basierte der Export  hauptsächlich auf 

Ben Gurion

landwirtschaftlichen Produkten wie etwa  Zitrusfrüchten, auf Diamantenschleifereien sowie einigen  Industrieprodukten. Heute wiederum stammt der Großteil des israelischen  Exports aus der High-Tech-Industrie, wie etwa elektronische und optische Produkte, Computerprogramme, Computerteile, Kommunikationszubehör und  medizinische Geräte.

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Wo immer man sich in Israel befindet, die  Geschichte begleitet den Reisenden auf Schritt und Tritt: bei vom Wind  verwehten Kreuzfahrerburgen entlang der Küste und alten Häfen, wo  Seefahrer, Pilger und berühmte Reisende an Land gingen, in weiten  Wüstenlandschaften, Heimat von Nomadenstämmen und Durchzugsroute fremder Armeen und Handelskarawanen, an Scheichgräbern mit weißen Kuppeln, in  idyllisch gelegenen Steinklöstern und antiken Synagogen mit bunten  Mosaikornamenten.

Der Staat Israel wurde im  biblischen Israel errichtet, im gelobten Land nach jüdischer Tradition,  an der Geburtsstätte Jesu und wo nach islamischer Überlieferung Mohammed in den Himmel aufstieg. Israel, geografisch am Berührungspunkt von drei Kontinenten und zwei Meeren, ist auch Treffpunkt von Kulturen,  Traditionen und Bräuchen, ein Land, das Heimat von vielen Menschen, sich wandelnden Kulturen und Religionen war und ist. Hier kreuzten sich  antike Handelsrouten und Eroberungszüge fremder Armeen: Kanaaniter,  Israeliten, Babylonier, Perser, Griechen, Römer, Araber, Kreuzfahrer,  Osmanen und Briten kämpften auf dem kleinen begehrten Landfleck um die  Herrschaft, bauten Festungen, Burgen und Schlösser.

Die Kanaaniter-Stämme  waren die ersten Bewohner Israels und bevölkerten den größten Teil des  Landes bis zum 2. Jahrtausend v. u. Z. Bereits in dieser frühen Epoche  war das Land ein Treffpunkt verschiedener Kulturen, von Ägypten im Süden bis zu Assyrien, Mesopotamien und Kleinasien im Norden.

Im 2. Jahrtausend v. u. Z. wurde das Land dann von mehreren fremden Stämmen heimgesucht, unter  ihnen die aus der Ägäis stammenden Philister, die sich in der südlichen  Küstenebene niederließen und die Israeliten aus Mesopotamien, die im  Hügelland siedelten. Die Israeliten, auch als “Söhne Israels” bekannt,  lebten in 12 Stämmen, die gegen Ende des 2. Jahrtausends vor der  Zeitrechnung von Saul, dem ersten König von Israel, vereinigt wurden.

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